Kosten & Miete 5 Min. Lesezeit ·

Wie lange darf ein Gerüst stehen bleiben?

Kurz gesagt: Ein fachgerecht montiertes Gerüst darf technisch über Monate stehen. In der Praxis bestimmen zwei andere Faktoren die Standzeit – die laufenden Mietkosten und, bei öffentlichem Grund, die befristete Bewilligung. Übliche Sanierungen brauchen 4 bis 12 Wochen.

Technische Grenze oder Kostenfrage?

Ein Gerüst hat kein Verfallsdatum. Solange es nach SN EN 12810/12811 montiert, verankert und regelmässig kontrolliert ist, bleibt es sicher – auch über einen Winter. Die eigentliche Grenze ist wirtschaftlich: Jede zusätzliche Woche kostet Miete. Wer die Standzeit knapp plant, spart bares Geld.

Bei Gerüsten auf öffentlichem Grund kommt die Bewilligung dazu. Eine Trottoir-Bewilligung in Basel-Stadt ist befristet. Läuft sie aus, muss sie verlängert werden – das kostet Gebühr und Zeit. Mehr dazu im Ratgeber Gerüst-Bewilligung in Basel.

So funktioniert der Mietpreis

Der Preis besteht aus zwei Teilen: den einmaligen Kosten für Anfahrt, Auf- und Abbau und der laufenden Wochenmiete. Die Mindestmietdauer beträgt meist eine Woche. Der Clou: Ab 3 bis 4 Wochen sinkt der durchschnittliche Wochenpreis, weil sich die einmaligen Kosten auf mehr Wochen verteilen.

Ein Beispiel: Ein Fassadengerüst von 120 m² kostet als Paket über vier Wochen pro Woche weniger als dasselbe Gerüst für nur eine Woche. Die genaue Spanne hängt von Gebäude und Zufahrt ab – die Faktoren stehen auf der Seite Was kostet ein Gerüst in Basel?.

Wenn der Bau sich verzögert

Handwerker im Verzug, Lieferengpass, schlechtes Wetter: Bauzeiten verschieben sich. Das Gerüst steht dann länger als geplant und die Miete läuft weiter. Wichtig ist nur eines – melden Sie die Verzögerung früh.

Mit einer kurzen Vorwarnung passen wir die Standzeit an und verlängern, falls nötig, die Bewilligung rechtzeitig. Das ist immer günstiger als ein ungeplanter Leerlauf oder eine abgelaufene Bewilligung mit Nachgebühr.

Kurzeinsatz: fixes Gerüst oder Rollgerüst?

Für eine einzelne Reparatur an einer Dachgaube oder einen Anstrich über zwei Tage lohnt sich oft kein fixes Gerüst. Ein Roll- oder Fahrgerüst spart Auf- und Abbau. Für eine ganze Fassade über Wochen ist das fixe Fassadengerüst sicherer und pro Quadratmeter meist günstiger. Im Zweifel rechnen wir beide Varianten in der Offerte durch.

Häufige Fragen zur Standzeit

Wie lange darf ein Gerüst stehen bleiben?

Technisch darf ein fachgerecht montiertes und regelmässig kontrolliertes Gerüst über Monate stehen. Begrenzt wird die Standzeit nicht durch die Technik, sondern durch die Mietkosten und – bei öffentlichem Grund – durch die Befristung der Bewilligung. Üblich sind 4 bis 12 Wochen pro Sanierung.

Wie lange ist die Mindestmietdauer?

Die Mindestmietdauer beträgt meist eine Woche. Ab 3 bis 4 Wochen sinkt der Wochenpreis spürbar, weil sich die einmaligen Kosten für Auf- und Abbau über mehr Mietwochen verteilen.

Was passiert, wenn der Bau sich verzögert?

Verlängert sich die Bauzeit, läuft die Miete weiter. Melden Sie die Verzögerung früh, dann passen wir die Standzeit und – falls nötig – die Bewilligung an. Eine kurze Vorwarnung ist günstiger als ein ungeplanter Leerlauf des Gerüsts.

Lohnt sich ein Rollgerüst statt eines fixen Gerüsts?

Für kurze, punktuelle Arbeiten ist ein Rollgerüst oft wirtschaftlicher, weil Auf- und Abbau entfallen. Für eine ganze Fassade über mehrere Wochen ist das fixe Fassadengerüst sicherer und meist günstiger pro Quadratmeter.

Standzeit fair kalkuliert

Sagen Sie uns Bauvorhaben und geplante Dauer – wir rechnen die wirtschaftlichste Mietvariante und liefern die Offerte innert 48 Stunden.