Technische Grenze oder Kostenfrage?
Ein Gerüst hat kein Verfallsdatum. Solange es nach SN EN 12810/12811 montiert, verankert und regelmässig kontrolliert ist, bleibt es sicher – auch über einen Winter. Die eigentliche Grenze ist wirtschaftlich: Jede zusätzliche Woche kostet Miete. Wer die Standzeit knapp plant, spart bares Geld.
Bei Gerüsten auf öffentlichem Grund kommt die Bewilligung dazu. Eine Trottoir-Bewilligung in Basel-Stadt ist befristet. Läuft sie aus, muss sie verlängert werden – das kostet Gebühr und Zeit. Mehr dazu im Ratgeber Gerüst-Bewilligung in Basel.
So funktioniert der Mietpreis
Der Preis besteht aus zwei Teilen: den einmaligen Kosten für Anfahrt, Auf- und Abbau und der laufenden Wochenmiete. Die Mindestmietdauer beträgt meist eine Woche. Der Clou: Ab 3 bis 4 Wochen sinkt der durchschnittliche Wochenpreis, weil sich die einmaligen Kosten auf mehr Wochen verteilen.
Ein Beispiel: Ein Fassadengerüst von 120 m² kostet als Paket über vier Wochen pro Woche weniger als dasselbe Gerüst für nur eine Woche. Die genaue Spanne hängt von Gebäude und Zufahrt ab – die Faktoren stehen auf der Seite Was kostet ein Gerüst in Basel?.
Wenn der Bau sich verzögert
Handwerker im Verzug, Lieferengpass, schlechtes Wetter: Bauzeiten verschieben sich. Das Gerüst steht dann länger als geplant und die Miete läuft weiter. Wichtig ist nur eines – melden Sie die Verzögerung früh.
Mit einer kurzen Vorwarnung passen wir die Standzeit an und verlängern, falls nötig, die Bewilligung rechtzeitig. Das ist immer günstiger als ein ungeplanter Leerlauf oder eine abgelaufene Bewilligung mit Nachgebühr.
Kurzeinsatz: fixes Gerüst oder Rollgerüst?
Für eine einzelne Reparatur an einer Dachgaube oder einen Anstrich über zwei Tage lohnt sich oft kein fixes Gerüst. Ein Roll- oder Fahrgerüst spart Auf- und Abbau. Für eine ganze Fassade über Wochen ist das fixe Fassadengerüst sicherer und pro Quadratmeter meist günstiger. Im Zweifel rechnen wir beide Varianten in der Offerte durch.